NS-Zeitzeuge Leslie Schwartz

“Life means nothing but I am going to fight!”

Über seine Erfahrungen in den KZs Auschwitz und Dachau berichtete Leslie Schwartz, ein überlebender Zeitzeuge am 17. September 2013 am Hans-Schwier-Berufskolleg.

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Überwiegend auf Deutsch erzählte Leslie Schwartz vor 100 Bauschülern über seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern. Als 14-jähriger ungarischer Jude musste er 2 bis 5 Stunden lang stillstehen beim Zählappell im KZ Auschwitz. Die Menschen, die diese Tortur nicht überstanden, wurden von der SS mit Kopfschuss ermordet. Betroffen und ergriffen hörten die Schüler dem 83-jährigen Holocaust-Überlebenden zu, wie er um sein Überleben kämpfte. Diese Kraft brauchte er als Häftling Nr. 71253, um das Schleppen von Zementsäcken in Dachau zu überstehen und mit einer Schusswunde im Hals den Todeszug von Poing zu überleben.

Auf zahlreiche Fragen der Schüler hin erklärte Herr Schwartz, dass er nach der Befreiung keine Rachegefühle gegenüber den Deutschen hatte, er sich aber frage, woher die Bereitschaft der Deutschen zu solchen Verbrechen komme. Der Rassismus ist die Ursache allen Übels, daher seine Botschaft „We must love each other“. Gespannt verfolgten die Schüler die Filmdokumentation über die Nachforschungen von Dachauer Schülern über das dortige Schicksal von Leslie Schwartz.

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Die Presseveröffentlichungen in der WAZ vom 18.9. und auch die im WDR TV Essen gesendeten Schülerinterviews zeigen das Mitgefühl der Schüler. Der stellvertretende Schulleiter Herr Stein bedankte sich ausdrücklich bei Herrn Schwartz für seine Bereitschaft, als NS-Zeitzeuge jugendlichen Zuhörern zu berichten. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der IG BAU, vertreten durch den Sekretär Herrn Ali Kosan, statt.

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