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Bauwerksmechaniker/in für Abbruch und Betontrenntechnik


Was machen Bauwerksmechaniker/innen für Abbruch und Betontrenntechnik ?


Industrieanlagen, Hochhäuser und sonstige Bauwerke müssen nicht nur errichtet, sondern irgendwann auch wieder nach allen Regeln der Kunst abgerissen, die Baustoffe anschließend verwertet oder entsorgt werden. Bauwerksmechaniker/innen sind Experten/innen für Abriss und Betontrenntechnik, für den Abbruch von Bauwerken und Anlagen oder wo Öffnungen oder Durchbrüche in bestehenden Gebäuden zu erstellen sind.

Insbesondere beim Abriss von Teilanlagen ist höchste Präzision gefordert, damit angrenzende Gebäude und Anlagen nicht beschädigt werden. Sie erlernen für diesen Job auch die Grundlagen der Tätigkeiten am Bau, insbesondere Hochbau.


Besonderheiten der Ausbildung

Der Beruf gehört zur Stufenausbildung Bau. Im ersten und zweiten Jahr läuft ihre schulische Ausbildung parallel zum Beton- und Stahlbetonbauer/in bis zur Hochbaufacharbeiterprüfung.

Durch die Konzentration des gesamten Berufsbildes allein auf das dritte Ausbildungsjahr, die Kopplung zweier Berufsinhalte (Abbruch und Betontrenntechnik) sowie die Verkürzung der schulischen Ausbildungszeit im dritten Ausbildungsjahr auf knapp 10 Wochen ist eine fundierte Vermittlung aller berufsrelevanten Lerninhalte in nur einem Ausbildungsjahr problematisch.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat daher beschlossen, die Ausbildung der Bauwerksmechaniker/in für Abbruch und Betontrenntechnik bereits im ersten Ausbildungsjahr im Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen (schulisch) bzw. im ABZ Hamm (überbetriebliche Praxis) zusammenzuführen.
Das bedeutet, dass die Schüler am Ende des zweiten Jahres wie geplant ihre Hochbaufacharbeiterprüfung ableisten, dass sie aber gleichzeitig schon grundlegende Inhalte ihres Berufes erfahren haben, um die Ausbildung in der Vielzahl der Lernfelder im dritten Ausbildungsjahr etwas zu entzerren.

Der Erfolg gibt der Maßnahme Recht. Hohe Bestehensquoten und die Bereitschaft der Firmen, selbst aus Schleswig-Holstein und Bayern die Auszubildenden schon im 1. Jahr ans Hans-Schwier-Berufskolleg zu senden zeigen, das der eingeschlagene Weg der richtige ist.

Bauwerksmechaniker/innen lernen während der Ausbildung im 3. Jahr

  • Abrechen eines Bürogebäudes
  • Rückbauen einer Lagerhalle
  • Vorbereiten eines Brückenabbruchs
  • Entkernen eines denkmalgeschützten Hauses
  • Sägen einer Wandöffnung
  • Bohren einer Deckenöffnung

 

Bauwerksmechaniker/innen arbeiten für...

  • Abbruchunternehmen
  • Bauunternehmen
  • Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

 

Für wen ist der Job geeignet und was ist besonders gut?

Bewerber/innen sollten handwerklich geschickt sein und anpacken können. Es gibt wohl kaum etwas Schöneres als gemeinsam mit einem starken Team von Kollegen und Kolleginnen, gemeinsam an komplexen und abwechslungsreichen Projekten teilzunehmen.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung zum Bauwerksmechaniker/in ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise als Vorarbeiter, Polier, Bauleiter oder auch nach einem zusätzlichen Fachabiturabschluss: dem Studium an einer Fachhochschule mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur/in für Bauingenieurwesen oder Architektur. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein, als Inhaber eines Betonbohr- und Sägebetriebes.

 

 

 

 

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