Bildungsgänge

Aktionen im Bildungsgang

Aufgaben und Tätigkeiten im Überblick


Dauerhafter Schutz von Einrichtungen und Betrieben

Die Schädlingsbekämpferin/der Schädlingsbekämpfer verfügt über die Fähigkeit, durch Kundenbefragung die Infrastruktur sowie die baulichen, technischen und hygienischen Besonderheiten der Betriebe und Einrichtungen zu ermitteln und zu beurteilen, die unterschiedlichsten Monitoring-Materialien fachgerecht einzusetzen, die erforderlichen Hygiene- und Gefahrstoffverordnungen anzuwenden und geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen zu treffen.

In diesem Zusammenhang  sind Kenntnisse über das Verhaltensmuster und die Systematik der Schadorganismen anzuwenden. Darüber hinaus sind - unter Berücksichtigung des integrierten Pflanzenschutzes - auch Schutzmaßnahmen für große Flächen und Pflanzen einzuplanen.


Akuter Schutz der Produktions- und Verarbeitungsprozesse

Zur Entscheidung akuter Abwehrmaßnahmen im Gesundheits- und Vorratsschutz in Sozial- und Gemeinschaftseinrichtungen wie auch in Betrieben mit Lebensmittelproduktion und -verarbeitung  benötigt die Schädlingsbekämpferin/der Schädlingsbekämpfer die Fähigkeit zur Analyse und Diagnose des akuten Befalls.

In Zusammenarbeit mit dem Kunden und unter Berücksichtigung der Betriebsstruktur und -organisation hat die Schädlingsbekämpferin / der Schädlingsbekämpfer Entscheidungen zur Planung und Durchführung geeigneter Abwehrmaßnahmen zu treffen und diese zu dokumentieren. Hierbei erfolgt eine Auseinandersetzung mit den vorgeschrieben Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen in einer Gemeinschaftseinrichtung, der Lebensmittelhygieneverordnung und dem Pflanzenschutzgesetz.

Bei der Maßnahme sind die verschiedenen physikalischen, biotechnischen und chemischen Bekämpfungsmaßnahmen zu berücksichtigen.


Akuter Schutz von Holz und Bauten

Die Schädlingsbekämpferin / der Schädlingsbekämpfer plant Akutmaßnahmen zum Holz- und Bautenschutz. Auf der Grundlage von Kenntnissen über bauliche Konstruktionen werden die Schutzmaßnahmen im Holz- und Bautenschutz geplant und durchgeführt, ggf. mit anderen Gewerken zusammen. Die erforderlichen Arbeitsvorbereitungen sowie das Einrichten und Absichern der Baustelle sind ebenso Gegenstand der Arbeit wie die Diagnose des Schädlings sowie die Durchführung geeigneter Schutzmaßnahmen.

Der akute Schutz von Holz und Bauten umfasst die verschiedenen pilzlichen Befallsarten, Abwehrmaßnahmen gegen Tauben sowie Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen im Pflanzenschutz. Letzteres bedingt auch die Berücksichtigung des Umweltschutzes im Hinblick auf Bienenschutz, Gewässerschutz, Fischgiftigkeit und Wartezeit.

Ausbildung

Seit dem Jahr 2004 kann der Beruf des/der Schädlingsbekämpfers/in im Rahmen einer dualen Ausbildung erlernt werden. Die Verordnung zur beruflichen Umschulung zum Geprüften Schädlingsbekämpfer/zur Geprüften Schädlingsbekämpferin von 1984 wurde mit der neuen bundeseinheitlich geregelten Ausbildungsordnung aufgehoben.

Die praktische Ausbildung findet in der Industrie und im Handel statt, die Theorie wird in der Berufsschule vermittelt.Zuständige Industrie- und Handelskammer ist die IHK Mittlerer Niederrhein mit Sitz in den Städten Krefeld, Mönchengladbach und Neuss.

Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre.


Ihre Ansprechpartner :

IHK, Mittlerer Niederrhein
Krefeld, Herr Bock, Tel.: 02151 635464
Mönchengladbach, Herr Clauß, Tel.: 02161 241160

Bildungsgangleiter, Hans-Schwier-Berufskolleg
Herr Thelen, Tel.: 0209 959760


Berufsperspektive

Das Tätigkeitsfeld des Schädlingsbekämfers ist sehr weit gefächert. Entsprechend vielfältig sind auch die Möglichkeiten, sich auf der gewonnenen Berufserfahrung aufbauend, weiterzubilden.

Schädlingsbekämpfer/innen müssen beispielsweise neue Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten, neue Schädlingsbekämpfungsmittel oder -verfahren kennen und sich vor allem über die aktuellen Entwicklungen in der Gesetzgebung auf dem Laufenden halten. Auch sollten sie stets über neue Entwicklungen in den Bereichen Arbeits- und Umweltschutz informiert sein.
Wer sich auf Arbeitsgebiete wie z.B. den Pflanzenschutz spezialisieren will, wird in diesen Bereichen zahlreiche Weiterbildungsangebote finden.

Mit der entsprechenden Berufspraxis ist z.B. durch eine Fortbildung als Technische/r Umweltfachwirt/in oder Technische/r Fachwirt/in stets auch der Aufstieg in leitende Funktionen möglich. Wer über die erforderliche Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann auch ein Studium in Betracht ziehen. Hier bieten sich z.B. Studiengänge in den Bereichen Biologie, Umweltschutz und Umwelttechnik oder Hygienetechnik an.         

    
            
   

 

       

 

.